23. Januar 2014

Rebecca Maizel - Vampire Queen - 01 - Die Nacht ist dein



Handlung

Lenah Beaudonte war einst die mächtigste Vampirkönigin, doch sie hatte nur einen Wunsch. Nämlich endlich wieder ein Mensch zu sein, zu fühlen, zu schmecken und vor allem zu leben. Nach über einem Jahrhundert wird ihr dieser Wunsch endlich erfüllt. Doch das Leben als Teenangerin ist alles andere als leicht und dann ist da auch noch die Frage, was passieren wird, wenn ihr Coven herausfindet was mit ihr passiert ist.

Mein Fazit

Wer ist noch gleich schuld daran, dass ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin? Ach ja es war Johanna. Eigentlich hatte ich es „just for fun“ in meine Goodreads-Liste aufgenommen und nicht wirklich damit gerechnet, dass ich dazu kommen würde es zu lesen (besonders da die deutsche Ausgabe leider vergriffen ist, aber den Bücher-Göttern seid Dank gibt es reBuy). Aber nach dem sie dieses Buch so richtig gut fand musste ich es einfach auch lesen.

Was hatte ich erwartet? Eine reichlich merkwürdige Geschichte über eine Vampirin, die ohne es zu wollen wieder zum Menschen wird und nun versucht mit allen Mitteln das wieder rückgängig zu machen und sich dabei leider in einen anderen Menschen verliebt. Irgendwas das halt sehr ans Klischee erinnert und mit allen möglichen einfachen Dingen versucht eine gute Story zu konstruieren, was natürlich nicht klappt. Was sollte da auch sonst bei rum kommen? Hach was habe ich mich geirrt! Da ist sogar eine ganz furchtbar tolle Geschichte raus gekommen, die nicht wirklich mit Klischees hantiert und vielleicht nicht perfekt ist, aber doch sehr schön.

Ich könnte jetzt lang und breit davon anfangen, das mir die Vampire ein bisschen quer gelegen haben, aber eigentlich, hab ich da überhaupt keine Lust zu. Sie waren nicht perfekt, sie waren nicht mal nah dran an perfekt, aber immerhin haben sie nicht geglitzert. Das ist schon mal viel Wert. Wenn man über ihre kleinen Fehler weg sieht, dann waren sie schon richtig gute Vampire, sie hatten Flair, sie hatten Style, sie waren zum Teil sogar richtig fies und man konnte sich auch noch in sie verlieben. Eigentlich richtig schön.

Auch die Hauptfigur Lenah war super. Besonders schön war eben auch der Konflikt gelöst, wie man beide Seiten von Lenah darstellt. Den Teenager und die Vampirin. In Rückblenden bekam man immer wieder vermittelt wie Leanh sich als Vampirin benommen hat, wie rücksichtslos sie sich benommen hat, wie wenig sie andere eigentlich interessiert haben, wie sie eben wirklich als Vampirin war. Es war einfach auch das Gefühl, dass sie sich selbst als Vampirkönigin sah. Gleichzeitig war da die Geschichte in der Gegenwart, in der man Lenah als Mensch, als Teenager sah, der mit seinem neuen Wesen zurechtkommen muss, mit einer Welt die sich nicht kennt, mit Gefühlen und anderen Dingen. Es ergibt sich einfach ein wunderbares Bild von Lenah bei dem man sehen kann wie sehr sie sich verändert hat und was ihre Ängste, Wünsche und Hoffnungen sind, sowohl als Vampir als auch als Mensch.

Wie schon gesagt, wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gesprungen. So lernt man eben nicht nur Lenah kennen, sondern auch ihren Coven, kennen, der für die Geschichte eine wirklich wichtige Rolle spielt. Genauso lernt man aber auch ihre neuen Freunde kennen, die eine ebenso wichtige Rolle spielen. Man bekommt einfach für beide Seiten ein wirklich gutes Gefühl und man spürt einfach die Spannungen, die durch diese unterschiedlichen Welten entstehen.

Ja, ihr merkt es schon, ich finde diese ganze Geschichte einfach unglaublich gut gelungen. Natürlich ist sie nicht perfekt und das habe ich auch schon ein paar Mal angedeutet. Da sind nicht nur die Vampire, die einen kleinen Widerspruch in sich tragen, sondern auch das Ende das ein wenig übereilt erscheint, aber leider ist das ja ein häufiger kleiner Fehler bei Geschichten. Dennoch schafft diese Geschichte es einen geschickt um den Finger zu wickeln, so dass man eigentlich gar nicht anders kann als sie zu mögen.

Aber alles in allem bin ich einfach total begeistert von dieser Geschichte und total happy dass Johanna sie so gut bewertet hat. Und ich komme nicht drum rum mich dieser Bewertung anzuschließen.

9 von 10 Punkten
Fabelhaft!

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